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Die Sperrgruppe Vierschach
wurde schon 1932 als eine der ersten des Alpenwalls in Südtirol
begonnen. Eine Panzermauer zieht sich zwischen den Ortsteilen
Untervierschach und Obervierschach über die Drau und dann den
steilen Nordhang hinauf. Die ältesten Anlagen vom Typ 200 sind die
Werke Nr. 19 und 21 an den Flanken des Panzerhindernisses. Leider
sind die beiden stählernen MG-Kasematten und der Beobachtungsturm
des Werks Nr. 19 heute vom Gras überwuchert und nicht mehr zu sehen.
Das Kavernenwerk Nr. 21 um Ufer der Drau wurde in den 40er Jahren
mit dem moderneren Werksteil Nr. 20 vom Typ 15000 wesentlich
erweitert, so dass hier eine bunte Palette von verschiedenen
MG-Panzerungen studiert werden kann. Darunter findet sich auch eine
hier überaus seltene MG-Panzerplatte in drei Teilen, die nur bis
1935 verwendet wurde. Die Panzerung für die PAK von Werksteil Nr. 20
wurde nie geliefert. Hier baute man nach dem Krieg eine modifizierte
MG-Panzerung ein.
Direkt am Parkplatz der
Liftstation auf den Monte Helm findet man das Werk Nr. 22 mit einem
MG-Turm vom Typ 3. Östlich der nahegelegenen Kirche ist ein Bunker
mit einer kuriosen Tarnung als Holzschuppen zu bewundern. Da der
Gewehrstand und der Eingang auf der Decke des sechseckigen Bauwerks
liegen, ergibt sich ein völlig untypisches Erscheinungsbild für
diese Anlage.

Hinter den Brettern des
vermeintlichen Heuschobers verbirgt sich das Werk Nr. 23. Der
sechseckige Grundriss ist alles andere als landestypisch! Hier kann
man eher von plumpen Täuschen als von wirklichem Tarnen sprechen.

Hinter den Scheunentoren lauerten
früher Maschinengewehre. Spätestens nach dem ersten Schuss aus den
MG-Scharten wäre diese Tarnung wertlos gewesen, da die Lage des
Werks auf dem freien Feld so nicht zu verbergen war.
Sperrgruppe Toblach |