Der Alpenwall in Südtirol

 

Sperrgruppe Olang-Rasen

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Ulrich Mößlang der Tauchbrillenspezialist

 

Das Pustertal bildet rund um den Ort Mittelolang einen breiten Talkessel, der gleichzeitig auch einen Verkehrsknotenpunkt darstellt. Einerseits stoßen hier das Pustertal und das Antholzer Tal von der Staatsgrenze aus kommend zusammen, andererseits führen von hier das Pustertal weiter in Richtung Brixen und Eisacktal sowie der Furkelpass ins Grödner Tal. Das nach Süden führende Grödner Tal hätte einem Angreifer die Möglichkeit eröffnet, durch das weitverzweigte Straßennetz der Dolomiten die Festungsfront des Vallo Alpino aufzureißen. Daher wurde hier im Süden und Westen des Talkessels eine halbkreisförmige Sperrkette mit insgesamt 15 Werken errichtet. Die Anlagen vom Typ 15000 wurden teilweise auch nach dem Krieg weiter genutzt. Zum Bau des geplanten Panzergrabens kam es jedoch nicht mehr.  

Der Bau der Werke um die Burgruine Neurasen im Norden stieß auf geologische Probleme. Noch heute ist an der kavernierten Unterkunft (Werk Nr. 3b) erkennbar, wie das fließende Gestein das Innere der Anlage langsam zerdrückt.


Dieser mächtige Betonklotz ist die Eingangsverteidigung des Werks Nr. 3b, das nur als Truppenunterkunft diente und keine eigenen gepanzerten Kampfstände besitzt.

Von den weiteren Anlagen sei hier nur auf das Werk Nr. 11 hingewiesen. Es ist eine der wenigen Artilleriekasematten in Südtirol, die noch zu Kriegszeiten fertiggestellt wurden. Vorgesehen waren zwei 75-mm-Kanonen in Panzerlafette Typ 4. Nach dem Krieg wurde das Werk umgebaut, um moderne Geschütze, wahrscheinlich 105-mm-Kanonen vom Typ 105/25 aufnehmen zu können. Das Werk liegt heute perfekt getarnt und verschlossen auf eine Wiese vor dem Hof Vogbichler an der Straße zum Furkelpass.

Sperrgruppe Oberplanken

 

 

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