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Die Engstelle des
Höhlensteintals unterhalb des Strudelkopfes wurde schon in der
österreichisch-ungarischen Monarchie mit dem Fort Landro gesperrt.
1940 wurde hier die Sperrgruppe Landro-Süd begonnen, die
ursprünglich drei Kavernenwerke, drei Betonkasematten und einen
Panzergraben umfassen sollte. Die Kavernenwerke wurden nicht mehr
fertiggestellt, nur einige Stollen unterhalb des Strudelkopfes
weisen heute noch auf ihre Existenz hin. Die Betonkasematten blieben
als Rohbauten erhalten und der Panzergraben wurde gar nicht erst
begonnen. Angesichts dieses Bauzustandes erscheint der Bericht des
Majors Reisoli vom 11.7.1941 befremdlich, der die Sperrgruppe als
„fast fertig bis auf den Panzergraben“ beschreibt!
Interessant ist die Tarnung
der Werke Nr. 2 und 5. Werk Nr. 5 liegt direkt an der Kehlseite des
alten Forts Landro und wurde durch eine zusätzliche Außenmauer sowie
durch ein Betondach als Teil dieser alten Anlage verkleidet. Dazu
wurden an den Wänden Fensterimitationen sowie
Schießschartenattrappen eingelassen. Vor den echten Kampfscharten
wurden scheunentorgroße Aussparungen in die Tarnwände eingelassen,
die verblendet werden sollten. Das Werk Nr. 2 wurde ebenfalls mit
zusätzlichen Mauern als Haus getarnt.

Die falschen Hausfronten sollten das Werk Nr. 2 als ein harmloses
Gebäude erscheinen lassen. Einmal als Ziel erkannt, wären die hoch
aufragenden Mauern für einen gegnerischen Richtkanonier eine
willkommene Zielhilfe gewesen.

Die MG-Scharten von Werk Nr. 3
erstrecken sich über zwei Stockwerke. Das Geröllfeld der Mure bietet
ein ideales, deckungsloses Vorfeld. In dem Felsband auf der anderen
Talseite liegen die Kavernen von Werk Nr. 1, die allerdings nicht
mehr ausbetoniert wurden.
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