Der Alpenwall in Südtirol

 

Sperrgruppe Landro-Nord

(c) Die Uhrheberrechte bei den Seiten liegen bei Dr. Rolf Hentzschel
 und sind auszugsweise auch in abgeänderter Form, auf Papier oder Datenträgen verboten.

Ulrich Mößlang der Tauchbrillenspezialist

 

Die Sperrgruppe Landro-Nord riegelte den Eingang des Höhlensteintals gegen das Pustertal ab. Am Toblacher See wurde dazu eine Gruppe von fünf Infanteriewerken errichtet. Das Werk Nr. 2 liegt links und rechts der SS 51 bzw. der alten Bahnlinie und sperrte diese Verkehrslinie durch zwei frontal wirkende PAK. Die steile Böschungsmauer an der Straße und das Seeufer bildeten dafür einen unauffälligen Engpass. Die beiden Werksteile sind unterhalb der Straße miteinander verbunden. Das Werk besitzt noch keine außen liegende Eingangsverteidigung. Dies deutet darauf hin, dass der Bau diese Straßensperre als erste der Gruppe zwischen Januar und April 1940 begonnen wurde. Werk Nr. 1 am westlichen Seeufer flankierte mit seiner PAK das südliche Seeufer, an das sich eine Sumpfzone anschließt. Werk Nr. 4 deckte mit seinen MG die Sumpfzone und die Rücken der Werke Nr. 1 und 2. Sein Gewehrstand liegt kurioserweise mitten auf der Werksdecke. Die Kavernenwerke Nr. 1b und 3 sind in den Felsbändern oberhalb des Werke Nr. 1 und 2 mit ihren MG-Ständen erkennbar. Der Bau der Sperrgruppen begann zuerst im Talboden, um sie anschließend in der Breite und Tiefe zu verstärken. Daher sind die Kavernenwerke nicht mehr fertig gestellt worden, es führen noch nicht einmal gangbaren Wege dorthin. Die Werke Nr. 1, 2 und 4 wurden nach dem Krieg reaktiviert und mit Kunstharzblenden getarnt, heute sind sie aufgegeben und verschlossen. Noch nach dem Zweiten Weltkrieg gab es aus militärischen Gründen ein Parkverbot am Ostufer des von Touristen gerne besuchten Toblacher Sees!


Lageskizze der Sperrgruppen im Höhlensteintal:
(A) Landro Nord, (B) Landro Quelle, (C) Landro Süd

 Weiter taleinwärts, etwa 500 m südlich des alten österreichischen Kriegerfriedhofs aus dem Ersten Weltkrieg liegen die Werke Nr. 1 und 2 des Stützpunkts Landro Quelle links und rechts der SS 51. Es sind zwei Parani-Stände vom Typ 7000, die mit einer PAK diese Talenge mit der Brücke über die Rienz sperren sollten. Die Tarnung stammt noch aus dem Jahr 1939, die Werke sind wegen des dichten Bewuchses nur schwer zu finden, aber begehbar.

Sperrgruppe Landro-Süd

 

 

zurück zur Verteiler 2. WK

zurück zum Verteiler 1. WK

Die Uhrheberrechte bei den Seiten liegen bei Dr. Rolf Hentzschel
 und sind auszugsweise auch in abgeänderter Form, auf Papier oder Datenträgen verboten.