Fundstücke auf den Kampf-Feldern
und bei den Festungen
Ulrich Mößlang der Tauchbrillenspezialist

Fernkampfwerke, Bunker, Infanteriestützpunkte der Österreicher und Ex Forte der Italiener aus dem ersten Weltkrieg in den Alpen und Dolomiten 

 


Museumsstück !

Wichtiger Hinweis zu Munitionsfundstücken!

Nachdem einige Fotos mit Munitionsfundstücken auf meinen Seiten abgebildet sind, muss ich ausdrücklich auf die Gefährlichkeit von Fundmunition hinzuweisen. Eine Bergung oder sogar  nur eine Bewegung von Fundmunition ist ausschließlich Fachpersonal und Minenräumdiensten vorbehalten.

 

Einiges zum Sprengstoff:
 

Jahrhunderte lang wurde fast ausschließlich Schwarzpulver als Treib- und Sprengmittel verwendet. Ist es der Witterung ausgesetzt, wäscht es der Regen aus und dann ist es nicht mehr entflammbar.

 Ist es in geschützten Kartuschen trocken gelagert, kann ein kleiner Funke genügen, um die ganze Ladung in Millisekunden zur Explosion mit enormer Hitzeausstrahlung zu bringen. Im Gegensatz zu den heutigen Treibmitteln, die langsam (genau so gefährlich) abbrennen.
So wurden noch im zweiten Weltkrieg große Treibladungen von Kanonen mit Schwarzpulverkanälen durchzogen, um eine gleichmäßige Zündung und Abbrennung zu erreichen.

Dies änderte sich erst allmählich als Turpin 1885 die Pikrinsäure mit ihrer ungeheueren Sprengkraft entdeckte. Sie verdrängte zunehmend das Schwarzpulver als Füllung für Bomben und Granaten., so dass im 1. Weltkrieg - und noch lange Zeit danach - fast alle militärischen Projektile gefüllt waren.
Diese Pikrinsäure, ein gelblicher kristalliner Feststoff, hatte aber trotz aller Vorteile auch einen erheblichen Nachteil. Als echte organische Säure greift sie die Metallmäntel der Granaten und Bomben an, wobei die jeweiligen Metallsalze der Pikrinsäure, die sogenannten Pikrate entstehen. Diese Pikrate reagieren aber auf Druck, Reibung Temperatur und vor allen Dingen auf Schlag wesentlich empfindlicher als die Säure selbst. Besonders mit Messing und Kupfer, in Zündern reichlich vorhanden, bilden sich außerordentlich empfindliche Verbindungen, die bereits bei geringster Belastung explodieren und damit den ganzen Sprengkörper zur Detonation bringen.
Nicht zu unterschätzen sind aber auch Zündversager, die bei der kleinsten Lageveränderung immer noch aktiv werden können. Gerade auf Gletschern können viele Granaten ausapern, die keinen Zündversager hatten, sondern in dem weichen Schnee buchstäblich ersoffen sind. Der weiche Schnee reichte nicht aus um den Aufschlagzünder zu aktivieren, aber unter Umständen angeschlagen hat. Wenn eine Granate einen Zünder besitzt und der Führungsring Züge und Felder (siehe weiter unten) des Kanonenrohres aufweist handelt es sich um extrem gefährliche Munition!

Aus diesen Gründen sollte man Fundmunition, egal welche, tunlichst nicht berühren. Ein Absetzen eines Telefonanrufes zur ersten Hilfe ist in den meisten Fällen vom Verursacher und seinen Begleitpersonen nicht mehr möglich und notwendig.
 


Zünder eines Schrapnells, mit Glasperlen behandelt.


Das Schrapnell wurde vermutlich bei einem Transport auf einem Gletscher beschädigt


Der Zünder wurde ca. 10m neben der Offenen Granate gefunden.


Auf dem Foto kann man die Bleikugeln im Schrapnell erkennen.
In dem senkrechten Rohr befand sich Sprengmasse, der von dem einstellbaren Verzögerungszünder gezündet wurde und das Schrapnell explodieren ließ.


An dem Führungsring erkennt man, dass die Granate nicht verschossen wurde, und dass es sich möglicherweise um ein italienisches Stück handelt.


 

Hallo Uli,
war vor ein paar Wochen am Ortler ( noch vor meinem Urlaub)
habe einen super Fund und zwar zu Deinem neuem Eintrag Zünder ein Prunkstück
Mehrfach –Zünder M99 Österreich – wahrscheinlich von Schrapnell Granate 10cm Skoda-Gebirgskanone.
Schicke dir mal ein Foto , wenn du es gebrauchen kannst?
Der Zünder ist mit 38 sec Verz. expl. aber vermutlich durch Einschlag in
Schneefeld fast unbeschädigt.
Gruß
Peter

it is Doppelzuender fuer 7 cm Gebirgskanone M.99, Schrapnel

no doubt about it

greetings

lucas

 


 

das Photo einer Waffe, die mein Großvater als Korporal bei einer
österreichischen Sturmkompanie am Rombon verwendete! 
Ich möchte das Ding nicht im Körper haben! 
Leider ist es in schlechtem Zustand, da es in der Russenzeit vergraben 
worden war!
Deine Seiten sind allerdings allerfeinster Art!
Gruß: Gerhard

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