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Die Wasserversorgung stellte
seit je her für Festungen einen besonders kritischen Punkt dar, da
ein Gegner oft versuchte die Besatzung durch eine einfache
Belagerung zur Aufgabe zu zwingen. Brunnen oder Wasserleitungen
waren im Gebirge nur schwer zu bauen, man entschied sich daher für
eine preiswerte Lösung. Das Trink- und Brauchwasser wurde in
Eternit-Tanks mit 300 bis 1000 Liter Fassungsvermögen gelagert, die
mit einem Deckel verschlossen waren. Diese Tanks standen auf
Betonbänken in kühlen Nischen des Werks. Das Wasser musste
regelmäßig mit Wagen oder auch Maultieren von der nächsten Quelle
herangeholt werden. Ein Werk mit 25 Mann Besatzung verfügte über
etwa 3000 l Wasser, das für eine Woche reichte. In einem Kriegsfall
wäre dieser leicht verwundbare Wassernachschub möglicherweise zu
einem ernsthaften Problem für die Besatzung geworden.

Diese Batterie von Wassertanks versorgte das Werk Nr. III am
Reschenpass. Die Tanks mussten durch regelmäßige Transporte
aufgefüllt werden, was in einem Kriegsfall nur sehr schwer möglich
gewesen wäre, da das Werk keinen gedeckten Versorgungsweg besaß.
Die Beleuchtung erfolgte
durch elektrische Lampen. Für den Fall eines Stromausfalls waren in
den Wänden Nischen für Petroleumlampen eingelassen. Diese Nischen
waren mit Milchglasscheiben verschlossen und besaßen in der Wand
Löcher für die Zu- und Abluft.
Die Heizung der Werke
stellte ein dauerndes Problem dar. Die Stromaggregate waren für eine
elektrische Heizung zu schwach. Kohle und Öl verbrauchten viel
Sauerstoff und waren bei Gasgefahr nicht zu verwenden. Außerdem
konnte aufsteigender Rauch das sonst gut getarnte Werk verraten.
Eine befriedigende Lösung wurde offensichtlich nie gefunden, die
meisten Anlagen scheinen niemals mit einer Heizung ausgerüstet
worden sein.
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