Der Alpenwall in Südtirol

 

Wasser Licht und Heizung

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Ulrich Mößlang der Tauchbrillenspezialist

 

Die Wasserversorgung stellte seit je her für Festungen einen besonders kritischen Punkt dar, da ein Gegner oft versuchte die Besatzung durch eine einfache Belagerung zur Aufgabe zu zwingen. Brunnen oder Wasserleitungen waren im Gebirge nur schwer zu bauen, man entschied sich daher für eine preiswerte Lösung. Das Trink- und Brauchwasser wurde in Eternit-Tanks mit 300 bis 1000 Liter Fassungsvermögen gelagert, die mit einem Deckel verschlossen waren. Diese Tanks standen auf Betonbänken in kühlen Nischen des Werks. Das Wasser musste regelmäßig mit Wagen oder auch Maultieren von der nächsten Quelle herangeholt werden. Ein Werk mit 25 Mann Besatzung verfügte über etwa 3000 l Wasser, das für eine Woche reichte. In einem Kriegsfall wäre dieser leicht verwundbare Wassernachschub möglicherweise zu einem ernsthaften Problem für die Besatzung geworden.


Diese Batterie von Wassertanks versorgte das Werk Nr. III am Reschenpass. Die Tanks mussten durch regelmäßige Transporte aufgefüllt werden, was in einem Kriegsfall nur sehr schwer möglich gewesen wäre, da das Werk keinen gedeckten Versorgungsweg besaß.

Die Beleuchtung erfolgte durch elektrische Lampen. Für den Fall eines Stromausfalls waren in den Wänden Nischen für Petroleumlampen eingelassen. Diese Nischen waren mit Milchglasscheiben verschlossen und besaßen in der Wand Löcher für die Zu- und Abluft. 

Die Heizung der Werke stellte ein dauerndes Problem dar. Die Stromaggregate waren für eine elektrische Heizung zu schwach. Kohle und Öl verbrauchten viel Sauerstoff und waren bei Gasgefahr nicht zu verwenden. Außerdem konnte aufsteigender Rauch das sonst gut getarnte Werk verraten. Eine befriedigende Lösung wurde offensichtlich nie gefunden, die meisten Anlagen scheinen niemals mit einer Heizung ausgerüstet worden sein.

Fernmeldeeinrichtungen

 

 

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