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Mit dem Begriff Vallo Alpino
verbindet sich eine Befestigungslinie, die sich über den Zeitraum
von 1931 bis 1942 entwickelte. Grundsätzlich bildet der Alpenbogen,
der im Westen bei Ventemiglia am Mittelmeer beginnt und sich dann
die französische, schweizerisch, österreichische und jugoslawische
Grenze entlang zieht, eine mächtige natürliche Bastion. Dieses
Bollwerk galt es an nur relativ wenigen gangbaren Stellen durch
militärische Festungsbauten zu verstärken. Zu diesen Befestigungen
gehörten Bunker und Kavernen für Maschinengewehre und Kanonen,
Panzerhindernisse, unterirdische Truppenunterkünfte,
Hochgebirgskasernen, Seilbahnanlagen und strategische
Gebirgsstraßen.

Diese zwei Maschinengewehrscharten eines großen Infanteriewerks im
Vinschgau gehören zum typischen Erscheinungsbild der italienischen
Festungsanlagen
Die Grenze nach Frankreich
wurde schon 1931 als erste befestigt. Hier wurden 460 Kampfanlagen
mit 1100 Maschinengewehren und 133 Geschützen aller Kaliber
errichtet. Aufgrund der Neutralität der Schweiz blieb diese Zone
praktisch unbefestigt. Die Befestigung zur österreichischen und ab
1938 deutschen Grenze wurde erst ab 1939 in großem Maßstab
errichtet. In Südtirol umfasste die Festungslinie im Jahr 1940 schon
161 Werke mit 336 Maschinengewehren und 39 Geschützen. Entlang des
Karnischen Kamms und in Friaul wurden ebenfalls nach 1939 vermehrt
Festungsanlagen gebaut. Die Grenze zu Jugoslawien reichte damals
noch bis Fiume (dem heutigen Rijeka). Sie wurde ab 1932 mit
insgesamt 208 Kampfanlagen geschützt, aus denen 674 Maschinengewehre
und 50 Geschütze wirken konnten.

Die Landkarte zeigt Norditaliens Staatsgrenzen nach 1919. Der
Alpenbogen bildet einen mächtigen Wall gegen Frankreich, die
Schweiz, Österreich und Jugoslawien. Teile des heutigen Sloweniens
gehörten damals zu Italien.
Obwohl über einen Zeitraum von 10 Jahren am Alpenwall gebaut wurde,
wurde ein Großteil der Werke bis zum Kriegsende nicht mehr fertig
gestellt.
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