Der Alpenwall in Südtirol

 

Der Alpenwall in Südtirol Heute

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Ulrich Mößlang der Tauchbrillenspezialist

 

Eine vollständige Beschreibung des heutigen Zustandes aller Festungsanlagen des Vallo Alpino ist ein mächtiges Unterfangen, das in diesem Rahmen nicht gewagt werden soll. Anhand einiger Sperrgruppen im Vinschgau und im Pustertal soll hier die Bauweise und das Schicksal des Alpenwalls exemplarisch beschrieben werden. Für weitergehende Studien sei das Buch von Bernasconi und Muran[1] empfohlen, das zwar nur in italienischer Sprache erschienen ist, aber dafür in zahlreichen Kartenskizzen fast alle Werke aufführt. Zusätzlich zu den Anlagen in der Provinz Südtirol sollen jedoch die Werke am Kreuzbergpass und um Cortina d’Ampezzo aufgenommen werden. Diese Sperren gehören zwar genau genommen schon zum Cadore (Sektor XVI Cadore-Carnia), aber strategisch stehen sie in einem engen Zusammenhang zum Alpenwall in Südtirol. Zu finden sind heute Werke in allen denkbaren Ausbaustufen: Rohe Felskavernen, die noch nicht ausbetoniert wurden, Rohbauten von Betonbunkern, bei denen lediglich die MG-Panzerungen mit einbetoniert wurden, Bauten im Zustand von 1943 mit Tarnblenden, Luftdrucktüren, Gasschleusen, Ventilationsleitungen, Bettgestellen und Lafettenteilen sowie Anlagen, die nach 1948 remilitarisiert wurden. Die Beschreibungen basieren auf eigenen Begehungen durch den Autor in den Jahren 1998 bis 2002. Durch die Entmilitarisierung sind die Besitzverhältnisse noch im Fluss, so dass sich der Zustand und die Nutzung einzelner Anlagen in Zukunft noch ändern werden. Bei den Orts- und Flurbezeichnungen wird bei zweisprachigen Gebieten die deutsche Bezeichnung gewählt. Wer eigene Besichtigungen plant sei besonders auf die Gefahrenhinweise im Kapitel „Einige Hinweise für den Besucher“ hingewiesen.

[1] Le Fortificazioni del Vallo Alpino Littorio in Alto Adige

Vom Reschenpass zum Gampenjoch

 

 

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