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Obwohl es sich bei den
Grenzkasernen eigentlich nicht um Festungsbauten handelte, waren sie
doch ein fester Bestandteil des Alpenwalls. Ihre Besatzung gehörte
zur Guardia alla Frontiera, der Grenzwacht, die die Besatzung für
alle Festungsanlagen stellte. Diese Kasernen, die oft im Hochgebirge
dicht hinter der Staatsgrenze lagen, boten 25 oder 50 Mann
Unterkunft und waren nur gegen einen gegnerischen Handstreich mit
Infanteriewaffen geschützt. Dazu besaßen die meist einstöckigen
Betonbauten mit dem typischen Flachdach manchmal sogar
Stahlfensterläden gegen Gewehrfeuer und einen oder zwei Gewehrstände
für die Nahverteidigung. Sie waren wenig komfortabel eingerichtet
und nicht für eine dauerhaft Besetzung vorgesehen. Man findet diese
Grenzkasernen, von denen in Südtirol über 50 Stück gebaut wurden
besonders entlang der grenznahen Militärstraßen.

Eine Grenzkaserne für 25 Mann bei Vierschach. Diese Betonbauten
waren standardisierte Typen, die heute überall entlang der
Grenzkämme zu finden sind. Das Gebäude ist von der Feindseite aus
nicht zu sehen.
Tarnen
und Täuschen |